
Herstellung von Heizgeräten, die tatsächlich im Badezimmer funktionieren
Wir bauen unsere Infrarotheizgeräte nach dem IP55-Standard. Im einfachen Wort bedeutet das: Sie können eine Menge Staub sowie ein paar Spritzer Wasser aushalten, ohne beschädigt zu werden.
Aber hier ist das Problem: Die Angaben auf der Spezifikationsliste bedeuten in der Praxis nicht viel.
Badezimmer sind extremen Bedingungen ausgesetzt – mal herrscht dichter Dampf, mal kalte Luft. Diese ständigen Schwankungen führen dazu, dass Materialien sich ausdehnen und zusammenziehen. Wenn die Abdichtung nicht perfekt ist, dringt Feuchtigkeit ein, erreicht die Elektronik – und schon ist das Heizgerät kaputt.
Warum wir unsere Geräte intensiv testen
Wir verlassen uns nicht einfach auf das Beste. Jede Charge wird durch „Feuchtigkeits- und Hitzeprüfungen“ geführt.
Das klingt zwar kompliziert, handelt sich aber im Grunde um eine Art „Qualkammer“. Wir unterziehen die Heizgeräte wochenlang hohen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit. So versuchen wir, die Auswirkungen von jahrelangem Duschen in einem Bruchteil der Zeit nachzuahmen.
Wir suchen nach „Kapillarwirkung“ – das ist einfach ausgedrückt: Wir suchen nach kleinen Lücken, durch die Wasser in die Geräte eindringen könnte.
Wenn die Abdichtung auch nur leicht schlecht ist, dringt Feuchtigkeit ein und verursacht Korrosion an den internen Kontakten. Das wiederum führt zu Widerständen – und Widerstände erzeugen Wärme. Kurz darauf ist das Gehäuse geschmolzen oder der Schalter springt heraus. Das möchte niemand.
Das Gleichgewicht finden
Es reicht nicht aus, nur Wasser fernzuhalten. Zu starke Abdichtungen sind ebenfalls problematisch. Wenn wir die Geräte zu fest abdichten, bleibt die Wärme im Inneren stecken. Das ist wie das Tragen einer Parka im Sommer – die internen Kabel beginnen zu schmelzen, und die Isolierung zerstört sich schneller.
Deshalb investieren wir viel Zeit darin, den richtigen Standpunkt zu finden. Wir möchten, dass die Geräte luftdicht genug sind, um Dampf fernzuhalten – aber gleichzeitig atmungsaktiv genug, damit die internen Komponenten kühl bleiben.
Wie wir sicherstellen, dass alles funktioniert
Wir machen am Ende nicht einfach nur eine kurze Überprüfung. Stattdessen überwachen wir die Isolierwiderstände während der gesamten Prüfphase. Wir achten genau auf den Leckstrom. Sollte es auch nur einen kleinen Anstieg geben, kehren wir zurück und passen die Abdichtung an.
Das ist viel zusätzliche Arbeit – aber dadurch garantieren wir, dass die Geräte nicht nur sechs Monate lang funktionieren, sondern tatsächlich lange halten.