
Hören Sie auf, zu viel für Infrarotlampen im Kunststoffverarbeitungsbereich auszugeben! Seien wir ehrlich: Viele Betriebe zahlen im Grunde eine „Markensteuer“ für ihre Infrarotheizgeräte. Sie nutzen weiterhin die teuren Importprodukte – schließlich wurde das schon immer so gemacht. Doch Physik kümmert sich nicht um Markennamen. Wärme ist einfach Wärme. In letzter Zeit wechseln immer mehr Menschen auf inländische Infrarotlampen für den Einsatz bei der PET-Verarbeitung und beim Formen von Kunststoffen. Diese Lampen passen genauso in die jeweiligen Halterungen wie die teuren Importprodukte – doch sie verschlingen kein Geld aus dem Budget.
Über die Wärmeleistung Bei der Auswahl einer Lampe kommt es letztendlich auf die Leistungsdichte an. Wenn man eine Hochspannungslampe mit 400 V verwendet, kann man mehr Leistung in einem kleineren Raum unterbringen. Das ist ein Vorteil: Man erhält die notwendige Wärmeleistung, um den Kunststoff schnell weich zu machen – ohne dass man den gesamten Ofen neu konstruieren muss. Aber Achtung: Wenn man eine Lampe mit 2500 Watt verwendet, muss das Kühlsystem in der Lage sein, die entstehende Hitze zu bewältigen. Andernfalls verbrennen die Filamente viel früher, als eigentlich nötig wäre.
Quarzglas und Halogenlicht Wir verwenden Quarzglas aus einem einfachen Grund: Es lässt Kurzwellenstrahlung ungehindert durch. Außerdem gibt es noch das Halogengas – das ist ein cleverer Trick, um den Wolframfilament dazu zu bringen, länger zu funktionieren. Für die Anschlüsse werden in der Regel R7- oder Sk15-Basen verwendet. Das ist Standard – dadurch wird der Austausch der Lampen während der Wartung einfacher. Einige dieser Lampen verfügen außerdem über eine spezielle Beschichtung, die das Emissionsspektrum so anpasst, dass der Kunststoff die Wärme tatsächlich aufnimmt, anstatt sie abzustrahlen.
Wie es in der Praxis funktioniert In der Realität leisten diese inländischen Lampen genau das Same wie die teuren Importprodukte. Sie haben denselben Spannungswert und dieselbe Leistung – und erwärmen sich genauso schnell. Es gibt jedoch einen kleinen Nachteil: Die Toleranzen bezüglich des Glasdurchmessers können etwas größer sein. Man muss vielleicht die Halterungen etwas anpassen, damit alles perfekt passt. Sobald die Lampen richtig eingebaut sind, funktionieren sie problemlos unter den unterschiedlichen Temperaturbedingungen. Man erhält also die gleichen Ergebnisse – nur ohne die überhöhten Kosten.